Drei Menschen am Tisch
© Lebenshilfe/David Maurer

Aktuelles aus dem sozialrechtlichen Bereich:

Gruppenfoto der fünf Mitarbeiter der Tandem Beratung

Coronavirus-Krise
Wegen der Corona-Pandemie ändern sich Verordnungen zurzeit sehr schnell.
Wir haben deshalb hier nur aufgeschrieben, was sicher im Juni noch gültig ist.
Rufen Sie einfach an, wenn Sie eine Frage haben.
Wir sind immer zu den Sprechzeiten für Sie da. Wir machen auch wieder persönliche Termine.
Diese persönlichen Termine müssen abgesprochen werden. Bitten rufen Sie dafür in der Beratungsstelle an.
Wir müssen ein paar Dinge beachten (Mund-Nasen-Schutz, Handhygiene, Abstandshaltung).

Pflegeversicherung
Bis zum 30.09.2020 benötigt keiner einen Beratungsnachweis.
Das Pflegegeld wird einfach weiter gezahlt.

Der Entlastungsbetrag nach § 45 b SGB XI (125 €) aus dem Jahr 2019 kann bis zum 30.09.2020 verbraucht werden (vielleicht wird diese Frist noch verlängert). Mit diesem Geld kann man die 1:1 Unterstützung finanzieren (Spielplatzbesuche, Radtouren, Zoobesuche, Restaurantbesuche usw.). Bei allem müssen wir die Hygienevorschriften beachten.
Wir informieren Sie gerne darüber.
Auch unsere freiwilligen Helfer/Assistenten sind informiert.

Sie können auch „Bis-Haustür-Geschäfte“ in Anspruch nehmen.
Wir machen für Sie Besorgungen, kaufen ein usw.

Die monatliche Pauschale für zum Verbrauch bestimmte Pflegehilfsmittel wird bis zum 30.09.2020 (vielleicht auch länger) auf 60 € erhöht. Alle brauchen Schutzmaterialien und Desinfektionsmittel). Deshalb zahlt die Pflegekasse 20 € mehr.

Entschädigung für Betreuung pflegender Angehöriger
Pflegende Angehörige haben die Betreuung und Pflege selber übernommen als Schulen und Werkstätten geschlossen waren bzw. ja noch sind. Sie sollten eine Entschädigung für entgangene Verdienstmöglichkeiten erhalten. So etwas gibt es für Kinderbetreuung (§ 56 Abs. 1a IFSG).

Die Einbeziehung von Angehörigen erwachsener Menschen mit Behinderung in die Entschädigungsleistungen des Infektionsschutzgesetzes wäre ganz wichtig.

Aber schon jetzt stehen andere Möglichkeiten zur Verfügung. Hier haben wir die Regelungen zum Verdienstausfall für Sie zum download bereitgestellt.

Krankenversicherung
Das Bundessozialgericht hat eine wichtige Entscheidung getroffen. Auch ein Therapiedreirad für erwachsene Menschen mit Behinderung kann ein Hilfsmittel sein.
Es kann als Behinderungsausgleich dienen. Bei Fragen zu einem Therapiedreirad helfen wir gerne.

Grundsicherung für dauerhaft Erwerbsgeminderte
Wer Grundsicherungsleistungen erhält, bekommt auch einen Mehrbedarf für das Mittagessen in der Werkstatt.
Dieser Mehrbedarf wurde weiter gezahlt, auch als die Werkstatt geschlossen war.
Die Fachverbände der Behindertenhilfe wollen, dass man das Geld behalten darf.

Bis zum 01.01.2020 durfte für die Beantragung von Grundsicherungsleistungen ein Elternteil nicht mehr als 100.000 € Jahresverdienst haben. Das ist jetzt anders. Auch wenn Eltern mehr Geld verdienen, besteht ein Anspruch auf Grundsicherungsleistungen für „Kinder“, die dauerhaft Erwerbsgeminderte sind. Die Eltern müssen sich im Rahmen einer Pauschale (aktuell 26,49 €) an den Kosten beteiligen. Wir helfen gerne bei der Antragstellung!

Soziale Teilhabe
Im Februar haben wir einen großen Themenabend veranstaltet. Wir haben über Möglichkeiten der sozialen Teilhabe gesprochen. Diese Hilfe kann man im Ambulant Unterstützten Wohnen, aber auch zuhause in Anspruch nehmen.

Wir helfen

  • wenn Sie Unterstützung zu Hause oder bei der Teilnahme am gesellschaftlichen Leben brauchen
  • bei der Antragstellung
  • geeignete freiwillige Helfer*innen oder Assistenten*innen zu finden.

Angehörigenentlastungsgesetz
Die Angehörigen von Menschen mit Behinderung, die im Ambulant Unterstützten Wohnen oder in einer besonderen Wohnform betreut werden, müssen sich nicht mehr an den Kosten für die Betreuung/Assistenz beteiligen. Das ist seit dem 01.01.2020 so.